Bangkok – Tag 2

Der große Tag. Grand Palace. Wat Pho. Wat Phra Kaew. Und das alles an einem Tag. Hurra 🙂

Erstmal war aber lange schlafen angesagt. Aber nur für mich. Claudi berichtete das in der Nacht die Hölle los war. Einerseits wohl das übliche Backpacker-Gejohle, andererseits aber auch noch ein Telefonat mitten in der Nacht. Gut das ich so einen festen Schlaf habe, ich hab davon exakt nichts mitbekommen. Arme Claudi 🙂

Das Frühstück war dann britisch. Was sonst solle man in Thailand als Frühstück wählen. Allerdings so richtig war nur er Laden britisch, das Frühstück war dann doch eher kontinental.

Dann gings aber los. Auf dem Weg zum ersten Highlight hat es dann tatsächlich angefangen zu regnen. Schwupps waren alle Leute von der Straße, bis auf die Straßenhändler, die irgendwoher plötzlich einen Haufen Regencapes und Regenschirme gezaubert hatten und sofort unters Volk bringen wollten. Was gerade noch ein Obstverkäufer war, wurde plötzlich zum Outdoorspezialisten 🙂

Wat Phra Kaew ist auch riesig. Sogar ein kleines Modell von Angkor haben sie aufgestellt, ich war da also auch. Bissle. Laut Foto zumindest 🙂 Danach war der Emerald Budda dran. Also sind wir zum Wat Phra Kaew, dort ist er in einer riesigen Halle aufgestellt. Jetzt könnte man ja denken, so ein National-Heiligtum aus Smaragd, das muss ja schon ordentlich was her machen. Macht es auch. Allerdings ists eher so 60cm gro klein und aus Jade. Aber was sind schon Namen, nichts als Schall und Rauch :). Ansonsten war dass ja mein erster buddistischer Tempel, das heißt aber auch, es gibt ein paar Regeln:

  1. Die FĂĽsse (bzw. ich glaub die Fussohlen) dĂĽrfen nicht in Richtung des Buddas zeigen.
  2. Schuhe sind verpöhnt, man muss sockig/barfuss in die Halle rein
  3. Fotos sind hier nicht erlaubt.
  4. lange Hosen und bedeckte Schultern sind Pflicht

Ist aber schon beeindruckend. Schöne Wandmalereien, jede menge fromme Leute, der Smaragd-Knilch ist knapp unterm Dach, auf einer Pyramide aus Gold-Säulen, anderen Figuren und was weiß ich noch alles. In der Wikipedia ist ein Bild vom oberen Teil zu sehen.

Als nächstes dann ins Waffenmuseum, dass ist zwar nimmer im Wat Phra Kaew, sondern im Grand Palace, aber das macht ja nichts 🙂 Das war jetzt eher unspektakulär, allerhöchstens fand ich die Tatsache bemerkenswert, dass sich die Schnitt-, Schneid- und Hackinstrumente jetzt nicht arg von den europäischen Varianten unterscheiden. Es gibt Hellebarden, Lanzen, Schwerter, Dreizacke (Dreizäck!) und Piken. Spannend :).

Draussen waren gerade Bauarbeiter auf dem Dach, die haben dann bemerkt, dass wir sie bemerkt haben und einer hat sich dann auch zum Foto aufgestellt. *knips* sehr gut, weiter gehts. Im Grand Palace hat man Zugang zu diversen Thronsäälen/Empfangshallen, allerdings ist das von Inner eher ein: Kennste einen, kennste alle. Von aussen ist der Grand Palace-Bezirk eine bunte Zusammenstellung aus Barock, Gotik, Klassizismus und einem Hauch von asiatischen Stilen. Warum man das in Thailand so haben will, ist mir völlig schleierhaft, vor allem weil die thailändischen Gebäude viel schöner sind. Anyhow, Bilder sagen hier mehr als Worte, deswegen sei hier aufs Ende dieses Artikels verwiesen. Am Ende des Geländes war dann noch eine Münzausstellung die auch die Kronjuwelen beiinhalten sollte. Nachdem wir im ersten Raum das fancy augumented realtity Zeugs erkannt und benutzt hatten (man kann die Bezahl-Steine des .. äh. 13.Jahrhundert im Raum drehen und wenden), sind wir weiter nach hinten um die Krownjuwelen zu begaffen. Leider gabs da nur Fotos. Doof das. Ansonsten darf ich noch bemerken das der ganze Bereich unglaublich grün, prächtig und beeindruckend ist. Da kann das Berliner Regierungsviertel nur gegen abstinken.

Weiter gings dann zum Wat Pho. Allerdings mussten wir auf dem Weg dahin noch unbedingt das allgegenwärtige isotonische Kaltgetränk namens Kokosnuss (inklusive Kokosnusswasser und nicht ganz reifem .. ähh .. Kokusnussfruchtfleisch. Wie auch immer das wirklich heißt) kaufen, mit Crêpes den Hunger vertreiben und noch schnell zwischendrin einen Granatapfeldrink leeren. Herrlich. Dass das Essen in Thailand vorzeigbar ist, hat man ja auf den diversen Facebook-Bildern schon gesehen 🙂

Äh, meine Stichwortsammlung lässt mich hier bissle im Stich. Alles im Allen war der der liegende Budda (siehe Regeln oben, nur diesmal durfte man Fotos machen). Die Füße waren mit Perlmutt verziert und auf den Fußsohlen des Budda konnte man die 180 Arten einen Budda zu erkennen begutachten. Näheres auch hier wieder siehe Fotos 🙂

Im Wat Pho waren allerdings auch Trillionen an Katzen. Während 99% der Claudi zugelaufen sind, durfte ich mich auch an ein oder zwei ran wagen 🙂

Aufm Rückweg zum Hotel haben wir dann noch ein Schiff gesehen, dass fast so aussah wie die königliche Barke. Allerdings war dazu viel zu wenig los und es sah eher aus wie eine Mindestbesatzung auf dem Boot. Nunja. Abends gabs dann Essen in einem frisch renovierten thailändischen Restaurant. Und Pfannkuchen. Und Cocktails. Und ein zufriedener Matze 🙂