Und am vierten Tag erschuf Gott den Himmel ..

Weil ich aber nicht Gott bin, hab ich heute nur Test-Reports erschaffen. Genauer gesagt zwei Stück. Danach war dann Teammeeting (diesmal nur projektbezogenes Teammeeting, im Gegensatz zum Meeting am Montag, das war abteilungsweit). Dann hab ich angefangen mir aufzuschreiben wie so eine Workbench-Station aufgebaut ist (3 Kabel hier, 2 Stecker da, 8 Klemmen dort, …), da ich so ein Ding ja auch selber zusammenschrauben können muss. Irgendwie war damit dann auch der Tag komplett ausgefüllt, obwohl sich das so wenig anhört.

Deswegen erzähl ich noch bissle was zu gestern abend. Heute morgen war meine Motivation einen riesigen Eintrag zu schreiben eher gering, deshalb hole ich das jetzt nach. Um 13:30 hat das ja angefangen, zuerst mit einer Führung durch das Werksgelände. Dort hab ich dann die Füllstandsmessungsensoren, Druckmessungsensoren, die jeweiligen Fabriken dafür, das Testcenter, die „Folterkammer“ (dort wird z.B. so ein Sensor einfach mal stundenlang mit Wasser beschossen um zu schauen ob der auch dicht ist), die Elektronikfertigung und die Maschinenbauwerkstatt inkl. Werkzeugfertigung. Riesiges Gelände.

Danach kam dann ein Mann aus der Marketingabteilung und hab darüber referiert inwiefern wo und was Endress+Hauser eigentlich macht, wie Herr Endress und Herr Hauser angefangen haben, wo sie momentan stehen, wo sie hinwollen, wieso sie so im Markt positioniert sind, wie sie es halt sind und so weiter und so fort. Marketing halt 🙂 Danach durfte sich dann jeder Praktikant einmal vorstellen, da die Unternehmenssprache Englisch ist, haben die meisten auch ihren Vortrag auf Englisch gehalten. Ebenso wie ich. Unvorbereitet, da ich den nur auf Deutsch durchgespielt hatte, aber ging ja um nix und ich bin auch ganz gut damit fertig geworden.

Weiter ging die Abendplanung mit Kegeln in Höllsteinen. Dort hab ich dann Billard gespielt, da die Kegelbahn total überfüllt war mit den anderen Praktikanten. Danach gabs dann noch Essen, Tomatencremesuppe mit Croutons, kleiner gemischter Salat, Hänchenbrust mit Kroketten, Pommes, Spätzle, Brokoli, Blumenkohl (heißt auf norwegisch übrigens „Bloomkol“ und auf Englisch „Cauliflower“ und Karotten. Als Nachtisch gabs dann noch Eis mit Meringe und einen Cappucino. Das war bestimmt kein billiger Abend für E+H 🙂

Der Abend ist dann nach ein paar Gesprächen gegen 23:00 ausgelaufen, da wir ja alle wieder morgens um 8 auf der Matte stehen müssten (manche schon früher), so dass ich ca. 30min später in meiner Wohnung war und ca. ne Stunde danach auch endlich eingeschlafen bin.

Heute abend werd ich noch ein paar WG-Leute motivieren was zu unternehmen und auf meinen Geburtstag (der ja bekanntlich heute ist) anstossen. Helau. Alaaf. Feierabend!

NACHTRAG: Heute ist die Bestätigung gekommen, dass mein DS 2o19 (das Vorformular für das J-1 Visum) endlich da ist und mir sogleich zugeschickt wird. Exzellent. Wenn die das heute wegschicken ist das hoffentlich morgen schon da. Sonst wird das ECHT schwierig.

And the story continues …

Sodala. Ein weiterer Tag bricht an und ich muss noch schnell die Ereignisse des letzten Tages preisgeben.

Ich hab die besagte Diplomarbeit bereits durchgelesen und nehme mir jetzt die nächste vor, dasselbe Thema, nur ein anderes System das untersucht wurde. Ich durfte auch dem Diplomarbeit-Auditorium (da wo dann die Note entsteht) beiwohnen und hab so noch ein paar mehr Einblicke in die Diplomarbeit gekriegt. Bis zum Mittagessen habe ich dann versucht meinen ersten Test-Master durchzuführen, ist erstmal daran gescheitert das ich eine Option in der Weboberfläche des Gerätes nicht auswählen konnte. Spontan wusste keiner warum das nicht geht, aber für mich war es dann eh Zeit für den offiziellen Praktikantennachmittag.

Dieser began um 13:30 und endete (als bezahlte Arbeitszeit) um 18:10, wobei alle (knapp 35 Praktikanten/Diplomanten) dann noch ne Runde Kegeln gegangen sind im Nachbardorf. Dort habe ich mich dann mit zwei Japanern (beide männlich), zwei Südafrikanern (männlich/weiblich)  und einem Norweger unterhalten. Anstregend so eine Konversation komplett auf Englisch. Aber ich hab ein neues Wort gelernt (bzw. erstmal nur dieses behalten): „hoppy“. Was nichts anderes bedeutet als „schmeckt nach Hopfen“. Das war der Kommentar des Südafrikaners zum hellen Weizenbier 🙂 Als weiteren internationalen Gast gabs dann noch einen Marokkaner, der konnte aber sehr gut Deutsch.

Dann noch mit dem Marketingmanager unterhalten und gegen Mitternacht war dann Schicht im Schacht und ich bin totmüde ins Bett gefallen. Eigentlich hätte ich gestern noch auf dem neuen Server was machen sollen .. Asche auf mein Haupt.