Indianapolis 500

Wie bereit erwähnt (auch wenn ich den Artikel gerade net finde), war ich aufm dem Indianapolis 500 Rennen. Die größte Eintages-Sportveranstaltung der Welt mit knapp 400.000 Besuchern. Gewonnen hat ein Neuseeländer, gefolgt von einem Brasilianer und dann kam erst ein Amerikaner. Durchschnittsgeschwindigkeit waren 143.567 mph (231 km/h) mit einem Topspeed von 222 mph (357 km/h). Ordentlich flott also. Die Autos sehen für mich so aus wie Formel 1 Autos, aber das seht ihr nachher noch in den Bildern. Kommen wir zuerst zum Spektakel und dann zum Rennen.

Morgens um 7 Uhr losgefahren in die Stadt um noch jemand zu holen (Ich und Person B holen zusammen Person C). Person C ist mir gleich mal negativ aufgefallen, weil die mich (ja, eine Frau, soviel kann ich verraten) noch nicht mal begrüsst hat. Gut, wir kennen uns nicht, aber ein „hallo“ wäre nett gewesen. Ist ne Deutsche. Ich mag Amerikaner mehr, die sind freundlicher. Egal, auf zum Speedway, der nicht in Indianapolis liegt (wie der Name „Indianapolis Motor Speedway“ vermuten lässt), sondern in einer eigenständingen Stadt namens ….. Speedway. Gerüchte tragen mir zu, dass die Stadt deshalb nicht eingebürgert wurde, weil die sonst die Steuereinnahmen an Indianapolis abgeben müssten 🙂 Jaja, das liebe Geld. Egal, erstmal zum Parkplatz, die ersten Parkplätze kosteten $10. Wir haben umsonst geparkt, auf einer Wiese, ungefährt so gross wie Holzgerlingen. Ungelogen. Allerdings kein Stück beschriftet, wird also ein Spass unser Auto nachher wiederzufinden 🙂

Dann auf zum Rennen. Ich hatte bereits eine Karte für mich, erstanden für $85 bei einem Arbeitskollegen. Tatsächlich hatte ich zwei Karten, weil ein Missverständnis zwischen meinem Chef, der Praktikantin und mir … egal. Ich hatte also zwei Karten a $85 und brauchte nur eine. Hab die also auf ebay.com gestellt und verkauft. Für $21 Dollar. Skandal. Beim Rennen gabs dann ungefähr 1392 Leute die Karten verkauft haben, von $20 pro Stück bis $450. Meine Karte wäre so ungefähr $50 wert gewesen. Gut, dass ich ebay genutzt habe…. *schnief*. Meine beiden Begleiterinnen haben dann für $80 Dollar zwei Karten gekauft (SCHLECHTER als meine, weil schlechtere Sitzposition. HA.). Kurz zur Rennstrecke: Ist ein Oval. Start auf einer langen geraden, dann erste Kurve, zweite Kurve und dann kam ich in der dritten Kurve. Von meinem Platz aus sah man ca. 3/4 der Rennstrecke. Vermutlich sah man soviel von jedem Platz aus, ist ja rund :). Aber ich hatte die Kurve direkt vor mir und durfte 2 Crashs miterleben. Nix tolles mit Atompilz oder Ähnlichem, nur ein Dreher und eine Kollision mit der Wand. Im Kreis fahren scheint schwierig zu sein 🙂

Nunja, das Rennen ging 500 Meilen, bzw. 200 Runden. 150 davon wurden unter „Grüner Flagge“ gefahren, d.h. so schnell wie mal will, 50 wurden unter „Gelber Flagge“ gefahren, d.h. irgendwo hat einer einen Unfall gebaut und alle fahren dem Safety Car (eine Chevrolet Corvette) hinterher. Sah langsam aus, hatten aber bestimmt so 150-200 km/h drauf. Durch die vielen „Gelben Flaggen“ konnten die langsamen immer wieder aufholen und man musste imer so 20-30 Sekunden warten bis man wieder nen Auto gesehen hat. Also bissle was anderes wie bei der Formel 1 🙂 Ansonsten hat man immer so ein Summen im Kopf und wenn die Autos vorbeifahren das „eeeeeeeeooooommmmm“ (Dopplereffekt). Ich hab ein paar Videos, die versuch ich mal online zu bringen. Bitteschön:

Fahren unter grüner Flagge:

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Fahren unter gelber Flagge:

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Vor dem Start gabs grosse Rundfahren der „Celebrities“, d.h. irgendwelcher Soap-Stars, Leute von „Dancing with the Stars“ und ein paar Hanseln die kein Mensch kennt. Eher B-Promies. Dann kam noch die Nationalhymne mit Fliegerstaffel (2x F-16 und 2x F-18) am Ende und ein Trompetenlied eines Soldaten, dieses Lied das immer auf Militärbeerdingungen gespielt wird. Das wurde gespielt weil heute Memorial Day ist. Dann ging das Rennen los.

Nationalhymne mit Fliegerstaffel

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Dreieinhalb Stunden später war es dann auch „schon“ vorbei und wir gingen auf die Suche nach dem Auto. Ich war von Anfang an richtig mit meiner Vermutung wo wir hinmüssen, die „Ich wohn hier, ich kenn mich aus“-Person C wollte aber nicht. Nungut, wenn Frauen Ihren Willen haben. Ich mag die eh net. Nachdem wir 10min gesucht haben und das Mädel unruhig wurde, haben wir ein paar Cops gefragt (Zur Info: Nach dem Rennen wollen ne halbe Million Leute nach Hause. Komplette Strassen werden umgeleitet und zur Einbahnstrasse gemacht damit die Leute aus der Stadt kommen. Mindestens die Hälfte der Fahrer ist besoffen. Und die Polizei juckts kein Stück.) und siehe da: Wir müssen in die Richtung die ich von Anfang an gesagt hatte. Manchmal bin ich einfach zu gut. Dann hab ich prophzeit das unser Auto „am Ende dieser Schlange, dort hinten beim Baum steht“. Gut, hab mich um 10m vertan, aber schon ordentlich. Hat keine Sau interessiert, kam mir vor wie das sechste Rad am Wagen (Ja, Sprichwort geht mit dem fünften Rad, das war Absicht).

Nungut, Rückfahrt war OK, extrem volle Strassen und um 20 Uhr war ich daheim. Fernseher an, vielleicht kommt ja nen guter FIlm, und was kommt: Best of Indianapolis 500 … ahja, Fernseher aus, ab ins Bett 🙂

Nun noch ein paar Bilder, inkl. Panorama der Strecke als es noch alles leer war: