USA und die Mitarbeiter

Heute wurde ich definitiv verbluefft. Meine Arbeitskarriere ist noch recht jung und vielleicht ist sowas normal, aber ich weiss ja nicht, ich finds eher symptomatisch fuer Amerika.

Heute morgen habe ich eine E-Mail gekriegt, in der ich auf ‚eventuellen unerwuenschten Besuch‘ vorbereitet wurde. Der Ehemann einer Kollegin kommt aus dem Gefaengnis frei (nach 10 Jahren) und die Ehefrau will ihn nicht sehen, bzw. hat ihn schon die letzten 10 Jahre nicht gesehen. In der E-Mail stand sinngemaess: ‚Falls eine Ihnen unbekannte Person mit der Groesse von X und dem Gewicht von Y ueber den Weg laeuft und diese Person heisst A, B oder C und will D sprechen, dann lassen Sie ihn nicht rein.‘. Ist natuerlich eher an die Rezeption gerichtet, aber der Rest der Firma wird immer mit informiert.

Ich weiss jetzt nicht was ich direkt darueber denken soll. In Deutschland hab ich von sowas nur in irgendwelchen Filmen gehoert, jemand gekannt der sowas persoenlich erlebt hat, hab ich nicht. Allerdings sind meine kriminellen Verbindungen auch eher duenn. Und meine Bekanntschaften auch eher zu jung um schon 10 Jahre im Knast gewesen zu sein. Aber irgendwie passt das wieder zu Amerika.

Gestern in den Nachrichten war ein Moerder, der wegen ein Paar Schuhen und ’ner Handvoll Muenzen (ja, Muenzen, keine Scheine, umgerechnet in Euro also ungefaehr nix) einen aelteren Mann erschossen hat. Danach dann der Einbruch in einen Waffenshop, mit einem Auto einfach die Wand eingefahren, rein ins Gebaeude, Waffen mitgenommen (natuerlich nur die, die man aus populaeren Killerspielen kennt) und wieder raus. Mir stellt sich nur die Frage, wieso man ein Waffenshop aus Holzwaenden mit Trockenwaenden baut … aber auch das ist symptomatisch fuer Amerika. In diesem Sinne: Ich wuensche eine schoene Woche.