Die Hochzeit meines Bruders

Nein, ist kein Kinofilm. Ist tatsächlich passiert. Mein Bruder hat geheiratet und ich war dabei. Das beste Fest der Welt. Ich will euch aber nicht mit Details langweilen, aber es gab viel Spass, gutes Essen, ne Menge Leute, viel Verwandschaft und ein bisschen Alkoholkonsum. Deshalb sofort die von mir persönlich geknippsten und freigegeben Bilder die so schlecht wie möglich das Fest wiedergeben 🙂

Auto und Flughafen

Der letzte Tag an dem mein Bruder und seine Verlobte anwesend sind ist angebrochen und schon fast wieder vorbei. Der Plan war sie um halb zwoelf in der Wohnung abzuholen und dann zum Flughafen zu fahren.

Ich war halb zwoelf im Apartment, die beiden waren gestiefelt und gespornt, der Tank voll. Scheinbar alles fertig.

Scheinbar. Denn irgendwie hat sich die Luft aus meinem linken Hinterrad verabschiedet, d.h. ich hatte einen Platten. Komplett leer. Wann genau das passiert ist, ist unklar, muss aber zwischen Geschaeft und Wohnung passiert sein, also ca. 5min vorher. Was ein Timing (wie sagt man das eigentlich geschickt auf Deutsch? ‚Was fuer eine schlechte zeitliche Koordinierung‘ scheint mir eher ungelenkt). Nunja, das Taxi anrufen kann man hier vergessen, die brauchen mindestens ’ne Stunde bis da was ankommt. Also erstmal Reserverad aufgezogen. In Deutschland darf man damit maximal 80 km/h fahren und auch nur bis zur naechsten Werkstatt. Und das so auch net so fit aus, dass ich damit ne Stunde noch rumfahren koennte, bevor ich es ersetze. Vor allen Dingen bei dem Zustand der Strassen hier. Also meinen Nachbarn gefragt, ob er einspringen kann als Chauffeur. Hat prima geklappt. Es gibt halt doch noch nette Leute. Ging auch gleich so weiter.

Mein Bruder und Verlobte waren also versorgt, kommt das Auto dran. Auf zum naechsten Saturn-Haendler und Reifen wechseln. Ich erzaehl also die ganze Geschichte, der sagt halt: Alles klar, kostet knapp $90 (also ca. 60 Euro). Gut, man hat ja eh keine Wahl. Also, alten Reifen losgeworden und ins Wartezimmer gesetzt. Gefuehlte 15min spaeter (hatte keine Uhr dabei) kam mein Servicemitarbeiter wieder rein und meinte nur:

Alles klar, der alte Reifen hatte nur ein kleines Loch, das haben wir behoben, Sie koennen jetzt das Auto wieder benutzen

Ich muss mir noch eine gute Uebersetzung fuer „You’re good to go“ ueberlegen. Kein Cent/Dollar/Euro bezahlt und wieder ein fahrbares Auto. Das nenn ich Service. Ich bin wieder gluecklich 🙂 Und obwohl ich dauernd vom ‚reserve tyre‘ geredet hab (heisst eigentlich ’spare wheel‘), wurde ich verstanden. Prima. Auf in den Nachmittag.