TLS fuckup

Wer in der technischen Welt die letzten Tage nicht geschlafen hat, hat das ganze Szenario „Heartbleed“ bestimmt mitgekriegt. Ich will dazu gar nichts schreiben, nur ein paar URLs posten an die man denken sollte, wenn man neue Passwörter vergibt:

Die Liste wird dann von mir erweitert, sobald ich drauf stoße 🙂

Cambodia – Miscellaneous

Eigentlich mĂŒsste ich noch ein paar Artikel ĂŒber New York schreiben, aber chronologische Reihenfolge wird eh ĂŒberschĂ€tzt.

Heute hab ich mich mitm Motobike durch Phnom Penh fahren lassen. Eine Erfahrung sondersgleichen. Dadurch das ich dauernd Angst hatte das meine Knie direkt amputiert werden, konnte ich wenigstens nicht mehr dadrĂŒber nachdenken, dass RucksĂ€che gerne den Leuten entrissen werden auf so einem Moped.

Man stelle sich folgendes vor: Der durchschnittliche Kambodschaner ist .. 1,40 groß. Allerhöchstens. Nagut, sagen wir mal 1,60. Und dann setzt sich der Matze hinten auf die SitzflĂ€che. Beim Losfahren hatten wir 10 Minuten einen nicht ganz so stillen Begleiter, der eigentlich nichts gemacht hat ausser herzhaft gelacht. Hinter uns herfahren und herzhaft lachen 🙂 Ein spassiges Volk.

Gut, wenn man einfach mal die Verkehrsregeln die man irgendwann mal gelernt hat vergisst, dann sieht man durchaus ein bissle ein System im Chaos:

  1. Es gibt keine LĂŒcke die zu klein ist
  2. Spuren sind nur Hilfslinien damit man alle 10min sich daran mal wieder grob orientieren
  3. Ampeln werden sogar grĂ¶ĂŸtenteils beachtet. Allerdings nur bis die einen wieder Rot haben (und es normalerweise noch so 4-5 Sekunden dauert bis man selber grĂŒn hat). Gefahren wird wenn Platz ist
  4. Auch die Gegenspur ist nur auf dem Papier eine Gegenspur. Wenn Platz ist, wird auch dort gefahren. Egal ob in der Mitte eine dicke Betonsperre ist, die das eigentlich verhindern soll
  5. Wenn man auf eine ĂŒbervolle Kreuzung drauffĂ€hrt ohne tatsĂ€chlich irgendeine Art von Bremsung zu spĂŒren, dann wirds doch recht schnell mulmig im Magen.

Aber, irgendwie funktionierts. Gestern hab ich einen Inder getroffen und in ausgefragt, ob der Verkehr irgendwie vergleichbar wÀre mit dem indischen. Er meinte: Nö. Viel zu wenig los.

Gut. So können sich Sichtweisen unterscheiden 🙂

Kleine Nebengeschichte: Beim Schreiben des Artikels lĂ€uft neben mir die Waschmaschine. Als gerade das Schleudern anfing, fing diese sich an zu bewegen. Und zwar nicht zu knapp. Man kennt eventuell das Backstein/Waschmaschinen-Video. Nicht ganz so schlimm, aber Ă€hnlich. Sofort waren drei Helfer da und hielten das Ding fest. Es wurde versucht es in die Ursprungsposition zurĂŒckzuschieben, aber so eine Waschmaschine ist doch recht unkontrollierbar 🙂 Dann wurde versucht sie mit HandtĂŒchern und Ă€hnlichem zumindest etwas im LĂ€rmpegel zu reduzieren und nach gerade mal 10min war das Schauspiel auch schon wieder vorbei. Aber nur weil der Schleudergang fertig war. Was ein Spaß 🙂

New York – ein anfĂ€nglicher Bericht

1500 Bilder habe ich gemacht. Das sind brutto mehr als ich in drei Monaten Schweden/Finnland/Estland/DĂ€nemark gemacht habe. Wieviel davon netto ĂŒbrig bleiben, sehen wir dann.

Aber, erstmal bilderloser Bericht aus dem schönen aber kalten Amerika. Nach einer spontanen Idee beim Aufbau eines Schrankes haben Hee Tatt und ich die Idee umgesetzt nach NYC zu fliegen. Am 21.12. ging es los und schon nach 9 Tagen ging es wieder zurĂŒck.

Aber warum vom Ende reden, wenn alleine der Anfang schon soviele Überraschungen und Spaß bietet. Ich hĂ€tte eigentlich noch zwei Artikel ĂŒber Helsinki und Kopenhagen zu schreiben, aber, das kann warten 🙂 Die Einreise in die USA verlief ohne Probleme. Ich habe diverse erwartet, immerhin hab ich zwei Stempel fĂŒr Israel im Pass, einen gebuchten Flug nach Kambodscha und diverse dĂ€mliche Überweisungsverwendungszwecke. Und, laut diversen Leuten das grĂ¶ĂŸte Problem, einen Bart 🙂

Aber, aller Unkenrufe zum Trotz, ging die Einreise so schnell wie sie nur gehen konnte. Beim Einreisedings brav angestellt, gewartet bis man dran war, alle Finger scannen lassen, einmal fĂŒr die Kamera nicht lĂ€cheln und dann kanns auch schon reingehen ins schöne NY.

Aber, was wĂ€re Amerika ohne Schlangestehen. Nachdem wir schon 1-2 Stunden standen nur um unsere FingerabdrĂŒcke loszuwerden (meine hatten sie eigentlich eh schon zweimal, wozu auch immer die noch ein drittes Mal gebraucht werden), kam direkt danach nochmal eine Stunde Warten auf ein freies Taxi. Der JFK is nĂ€mlich nicht gerade so besonders in der NĂ€he von Astoria (Teil von Queens) gelegen und wir wollten nicht direkt uns in irgendwelche Bahnen quetschen. Nach $50 Dollarn waren wir dann auch schon bei Ginna, eine Bekannte von Hee Tatt, die im Unterkunft gewĂ€hrt hab. Da aber das Sofa nicht fĂŒr zwei reicht, habe ich den Luxus von airbnb genutzt und hatte ein paar SubwayStationen weiter ein kleines aber feines Zimmer bei Ray. Netter Kerl, asiatische Freundin, 3 Schritte weg vom Queensboro Plaza und somit top gelegen fĂŒr jeglichen Trip nach Manhatten.

Am ersten Abend hats aber noch nicht mal fĂŒr Bilder gereicht, ausser einen Besuch bei Ginna, den SchlĂŒssel abholen bei Ray und einer echten New Yorker Pizza hat es zu nichts gereicht. Gut, streng genommen war es keine Pizza sondern n Burger, aber wer will da schon kleinlich sein. Ein paar Tips ausgetauscht, nochmal mit Ray unterhalten und bissle mit dem Hund von Ray gespielt. Dann aber ab ins Bett, um 8:30 am nĂ€chsten Morgen sollte es weitergehen.

Wie schon gesagt, keinerlei Bilder fĂŒr diesen Tag, die zwei vom Flughafen erspare ich euch.

Pidgin – Kontaktleiste wird nicht angezeigt

SpĂ€testens nach dem zweiten Start von pidgin wird bei mir die Kontaktleiste nicht mehr angezeigt, de facto ist pidgin also nicht benutzbar bis mir jemand schreibt und dann kann auch auch dieser Person zurĂŒckschreiben.

Das Problem scheint bekannt zu sein, die Lösung halte ich hier einfach mal fest:

~/.purple/prefs.xml:
[...]
<prefs name='blist'>
[...]
<pref name='list_visible' type='bool' value='0'/>
[...]

Den Wert einfach von 0 auf 1 setzen.

Mora – Den som inga byxor har, han fĂ„r gĂ„ med rumpan bar

„Geht nach Mora“ – so hieß es im lonely planet. Nunja, zumindest beim Midsommar solls da echt knalle abgehen. Dem Midsommar widme ich aber einen eigenen Beitrag, also gehts jetzt erstmal nur um Mora.

Mora ist alt. So richtig. Erste Funde belaufen sich sogar auf 4000 vor Christus. Die ersten GebĂ€ude gabs dann im 7. Jahrhundert. Aber genug ĂŒber alte Geschichte, kommen wir zum Punkt warum Mora so berĂŒhmt ist in der schwedischen Geschichte:

Der olle König Vasa, war ja nicht immer König. Und Schweden war nicht immer Schweden. Gerade rund um 1520, kurz vor der Inthronisierung von Gustav waren gerade die DĂ€nen als ungeladene GĂ€ste zu Besuch. Gustav wollte einen Aufstand organisieren, aber die meisten Leute hatten keine Lust. Erst als die Kunde vom Stockholmer Blutbad in Mora ankam, entschieden sie die Bewohner fĂŒr einen Aufstand und schickten ihre besten zwei SkilĂ€ufer hinter Gustav Vasa her, der inzwischen Richtung Norwegen aufgebrochen war. Diese Verfolgungsjagd heißt „Vasaloppet“ und war eine der Wegbereiter zum schwedischen Befreiungskrieg. Der Wasalauf wird inzwischen regelmĂ€ssig im MĂ€rz durchgefĂŒhrt, sozusagen als Andenken.

Getroffen habe ich da im Hostel zuerst eine Deutsche und eine Schweizerin, danach dann (an Midsommar) noch ein dutzend Deutsche, drei Inder und einen Schweizer (genau genommen hat die Hostel-Deutsche (Name von der Redaktion geĂ€ndert :)). Mit denen dann sogar eine Runde Schwedenschach gespielt und danach noch ne Runde Flunkyball. Und wir haben dann noch das weltberĂŒhmte Surströmming probiert. Dazu aber spĂ€ter ein eigener Artikel.

Nunja, ansonsten hat Mora aber ausser Landschaft nichts zu bieten. Nett, schön, idyllisch, angenehm (im Sommer) und voller MĂŒcken. Nunja, Wasser halt. Und fĂŒr ne Woche deutlich zuwenig Attraktionen:

Liseberg

Heute war der Tag des Göteborg-Tickets. Aber ich komm direkt zum Ende und gönne dem Rest einen eigenen Artikel.
Der Pass kostet 350SEK. Da sind diverse freie Eintritte, StadtfĂŒhrungen usw. dabei. Und auch der Eintritt in Liseberg war mit dabei. Also, zum Abschluss des Tages bei Sonnenschein noch ein bisschen Schiffsschaukel fahren.
Liseberg ist der grösste VergnĂŒgungspark Schwedens. Direkt zentral in Göteborg gelegen. Man sieht schon von weitem den Freefall-Tower und die kreischende Jugend. Hach, das wird gut. Erstmal an die recht kurze Schlange am Eingang gestellt. Und mich gewundert, dass der Pass so gĂŒnstig ist im Vergleich zum regulĂ€ren Eintritt. Nun ja, am Riesenrad angestellt, kaum 15min spĂ€ter stehe ich vor einer Dame die irgendwas von Armband faselt. Tatsache, alle haben ein Armband ausser mir. Am Eingang hab ich noch gedacht, dass wĂ€re sowas wie ein Altersnachweis. War aber nicht so. Weil: das „free entry“ das so laut angekĂŒndigt wurde heisst auch nur genau das: freier Eintritt. Danach kostet ALLES. Und nicht zu knapp. Je nach Großartigkeit der Attraktion kann das auch mal 5€ kosten. Was ein Rotz.
Nunja, auf zum nĂ€chsten Eingang, mal einen auf Touri machen (und auf Deutschen, wir bruddeln ja so gerne wir Deutschen) aber mir fehlten dann wohl doch die Argumente. Nungut, ein beherztes „Ihr seht mich nie wieder“ wurde auch eher zur Kenntnis genommen und das wars dann auch schon mit VergnĂŒgen. Ich hatte dann nach dem langen Tag sowieso keine Lust mehr und bin beleidigt ins Hostel zurĂŒckgefahren.