China-Rundreise

Reise von Shanghai über Guilin und Xi’an nach Peking

Es geht mal wieder los. Die nächste Reise steht an. Über 4000km liegen vor mir. Ganz zu schweigen von den 7700km Luftlinie bis Shanghai.

stadtmobil – eine kleine Panne

Ich bin jetzt seit geraumer Zeit Kunde des Stadtmobils. Bisher hat alles funktioniert und ich war zufrieden.

Am Freitag habe ich mir einen Smart geschnappt und bin die 100km in Richtung Schwabenländle gefahren und habe einen schönen Abend bei Freunden verlebt. Am Morgen wollte ich dann das Auto starten und wurde von einem brummelnden Motor und einer gelb leuchtenden Motorwarnleuchte begrüßt.

CC BY-SA 3.0
CC BY-SA 3.0

Man muss also was machen. Erster Freund bei unbekannten Problemstellungen: Google. Und dabei kam raus: Es kommt drauf an. Hurra.

Also, direkt beim Stadtmobil angerufen und nach der Vorgehensweise gefragt. Der Herr am Ende der Leitung versuchte dann einen Werkstatt in der Nähe zu erreichen, ob jemand „mal schnell“ nach dem Auto schauen könnte. Es könnte ja nur ein kleiner Fehler sein, den man erstmal ignorieren kann und sich dann am Montag drum kümmern.

Ich wartete also brav im Auto auf einen Rückruf. Dieser kam dann recht schnell und man teilte mir mit, dass man einen Abschleppdienst gerufen hat. Alles klar, weiter warten. Nach ca. 10min rief mich dann der Abschleppdienst an und meinte, dass er in „15, spätestens 20 min“ da wäre.

Um das ganze in einen Gesamtzusammenhang zu stellen: Der erste Anruf war um 12:00. Der Abschleppdienst rief mich um 12:27 an.

Also stellte ich mich auf weiteres Warten ein. Leider hatte ich keinerlei Buch dabei und das Internet ist immer so schnell leergesurft. Aber, nach 25 min war dann auch endlich der Abschleppdienst da. Deutlich schneller als beim letzten Mal, da hab ich 2,5 Stunden auf einen Abschlepper gewartet. Eine Kurzdiagnose später: „ja, Warnleuchte, ja der Motor klingt auch nicht gut“ wurde der Smart huckepack genommen und zum Autohaus gefahren. Der nette Herr vom Abschleppdienst fragte mich dann noch wie es weitergeht für mich. Ich konnte nur sagen: keine Ahnung 🙂

Also, wieder Stadtmobil angerufen, weiter im Text. Stellt sich raus, dass hier jetzt der Versicherungsbrief zuschlägt und ich Anspruch auf einen Mietwagen hab. Hurra.

Aber, es könnte ja immernoch ein banaler Fehler sein der sich durch Löschen des Fehlerspeichers lösen lässt. Also, spontane Rundreise durch Tübingen, ab gehts ins Industriegebiet zum nächsten Mercedes-Benz-Händler. Dort kamen wir um 13:26 an. Aber, immerhin sind wir im ländlichen Tübingen, der Laden war geschlossen. Seit 12 Uhr. Das hätte man auch vorher rausfinden können. Nunja, habe ich ja kein Problem mit, mir wurde ja ein Ersatzwagen versprochen. Also, wieder Stadtmobil anrufen und den aktuellen Stand mitteilen. Diesmal sollte mich in ein paar Minuten die Versicherung zurückrufen und weitere Details klären.

13:43 Versicherung ruft zurück. Man hätte EuropCar gewählt als Mietwagenanbieter. Ist mir ja egal, aber gut zu wissen. Ein Wagen wäre für mich reserviert, allerdings hat diese EuropCar-Filiale keinen Einsammeldienst, d.h. ich müsste mit dem Taxi hinfahren.

Ich dachte mir schon: Super, Taxi, arschteuer. Aber: Taxikosten sind bis 40€ abgedeckt. Sehr gut. Aber, wo muss ich eigentlich hin? Konnte mir die Dame erstmal nicht sagen, aber ein Mitarbeiter von EuropCar würde mich gleich anrufen.

14:12 EuropCar ruft an. Der nächste Standort wäre: Rottenburg. Schlappe 11 Kilomenter entfernt von meinem Standort. Yeah. Nächster Schritt: Taxi rufen. Der Mitarbeiter von Europcar konnte mir da leider nicht helfen. Er war immer freundlich, konnte mir aber weder:

  • Die Adresse der EuropCar-Station per SMS oder E-Mail schicken
  • Die Telefonnummer der Taxi-Zentrale-Tübingen raussuchen

Gut dass ich ein „Smartphone“ habe und dort einfach notieren kann UND telefonieren. Technik, boah. Ich schreibe auf

EuropCar
Graf-Denser-Straße
Rottenburg

Ja, keine Hausnummer, wurde mir auch nochmal bestätigt. Also, Taxi.

14:21 Taxi angerufen und 5min später auch gleich mitm Taxi unterwegs. Naja, fast. Weil: Es gibt keine Graf-Denser-Straße in Rottenburg (laut google maps) und auch nicht im Navigationsgerät des Taxis. Aber: Er hatte Karten. Aus Papier. Totbaum. Dort war eine Straßenliste mit abgedruckt und schnell wurd die Ursache des Problems klar: Nicht Graf-Denser-Straße, sondern Graf-Bentzel-Straße. Offensichtlich nuschel ich beim Hören. Ab gehts nach Rottenburg

Mein Vertrauen ist allerdings dann schon arg gesunken, ich wollte also dann doch nochmal von Europcar wissen, ob „Graf-Bentzel“ jetzt richtig wäre. Nach 15min in der Warteschleife wurde mir dann die Straße bestätigt. Und erneut bestätigt dass keine Hausnummer hinterlegt wäre. Nagut, wird wohl so sein.

Um 14:57 rief mich dann der Rottenburger-Europcar-Vermieter an, ob ich denn schon unterwegs wäre. Hervorragend, bin unterwegs, ob er mir nochmal die Straße bestätigen könnte. Ja, alles richtig. Hausnummer? 65. AHA.

Dann war es nur noch eine Frage der Zeit. Um 15:21 saß ich in einem vollgetankten Opel Adam. Jetzt nur noch zu meinen Eltern, dauert auch nochmal 30 Minuten.

Nach ca. 4 Stunden war ich also dann endlich da wo ich hinwollte. Das war zwar länger als ich Lust hatte, aber der Mitarbeiter von Stadtmobil hat sich hier sehr gut gekümmert. Löblich.

Datenvolumen

Die Unterschiede der Nutzung sind schon eklatant:

 (in MB) Dez 2014 Jan 2015
Ich 155446 180107
Eltern 9409 1874

Ja, das ist über 100x soviel.

Zwiebelkuchen

Nur um das Rezept von Charly zu verewigen:

Zutaten

Ergibt ca. 2 Bleche

Teig

  • 400g Mehl
  • 1 Ei
  • 1 Würfel Hefe
  • 4 EL Öl
  • Zucker
  • 1/8l Milch
  • Prise Salz

Belag

(z.T. geschätzte Mengen)

  • 2 kg Gemüsezwiebeln
  • 3-4 Becher Schmand
  • Weißwein
  • 400g gewürfelter Speck
  • Salz
  • Pfeffer
  • Chilipulver
  • Schmelzflocken o.ä. zum Binden
  • 200g geriebener Käse

Zubereitung

Teig

  1. Zucker auf die Hefe geben und verrühren bis die Hefe flüssig wird
  2. Milch etwa handwarm erwärmen
  3. Mehl, Ei, Öl, Salz mischen
  4. Milch in die Hefe geben, dann die Milch zur Mehlmasse geben
  5. Kneten bis der Teig nicht mehr klebt
  6. ca. 30 min gehen lassen

Belag

  1. Zwiebeln schälen und z.B. mit einer Reibe in dünne Ringe u.ä.
    verarbeiten (wenn möglich nicht in die Zwiebeln weinen ;-))
  2. Speck leicht anbraten
  3. Zwiebeln zugeben und alles zusammen dünsten
  4. Schmand und einen Schuß Wein zugeben
  5. Mit Salz, Pfeffer und Chili abschmecken
  6. evtl. mit den Schmelzflocken binden, falls die Masse zu flüssig ist

Halben Teig auf einem Blech dünn ausrollen und Zwiebelmasse drauf verteilen. Ein bißchen Käse drüber und für ca. 20min bei 180° in die Röhre.

TLS fuckup

Wer in der technischen Welt die letzten Tage nicht geschlafen hat, hat das ganze Szenario „Heartbleed“ bestimmt mitgekriegt. Ich will dazu gar nichts schreiben, nur ein paar URLs posten an die man denken sollte, wenn man neue Passwörter vergibt:

Die Liste wird dann von mir erweitert, sobald ich drauf stoße 🙂

Cambodia – Miscellaneous

Eigentlich müsste ich noch ein paar Artikel über New York schreiben, aber chronologische Reihenfolge wird eh überschätzt.

Heute hab ich mich mitm Motobike durch Phnom Penh fahren lassen. Eine Erfahrung sondersgleichen. Dadurch das ich dauernd Angst hatte das meine Knie direkt amputiert werden, konnte ich wenigstens nicht mehr dadrüber nachdenken, dass Rucksäche gerne den Leuten entrissen werden auf so einem Moped.

Man stelle sich folgendes vor: Der durchschnittliche Kambodschaner ist .. 1,40 groß. Allerhöchstens. Nagut, sagen wir mal 1,60. Und dann setzt sich der Matze hinten auf die Sitzfläche. Beim Losfahren hatten wir 10 Minuten einen nicht ganz so stillen Begleiter, der eigentlich nichts gemacht hat ausser herzhaft gelacht. Hinter uns herfahren und herzhaft lachen 🙂 Ein spassiges Volk.

Gut, wenn man einfach mal die Verkehrsregeln die man irgendwann mal gelernt hat vergisst, dann sieht man durchaus ein bissle ein System im Chaos:

  1. Es gibt keine Lücke die zu klein ist
  2. Spuren sind nur Hilfslinien damit man alle 10min sich daran mal wieder grob orientieren
  3. Ampeln werden sogar größtenteils beachtet. Allerdings nur bis die einen wieder Rot haben (und es normalerweise noch so 4-5 Sekunden dauert bis man selber grün hat). Gefahren wird wenn Platz ist
  4. Auch die Gegenspur ist nur auf dem Papier eine Gegenspur. Wenn Platz ist, wird auch dort gefahren. Egal ob in der Mitte eine dicke Betonsperre ist, die das eigentlich verhindern soll
  5. Wenn man auf eine übervolle Kreuzung drauffährt ohne tatsächlich irgendeine Art von Bremsung zu spüren, dann wirds doch recht schnell mulmig im Magen.

Aber, irgendwie funktionierts. Gestern hab ich einen Inder getroffen und in ausgefragt, ob der Verkehr irgendwie vergleichbar wäre mit dem indischen. Er meinte: Nö. Viel zu wenig los.

Gut. So können sich Sichtweisen unterscheiden 🙂

Kleine Nebengeschichte: Beim Schreiben des Artikels läuft neben mir die Waschmaschine. Als gerade das Schleudern anfing, fing diese sich an zu bewegen. Und zwar nicht zu knapp. Man kennt eventuell das Backstein/Waschmaschinen-Video. Nicht ganz so schlimm, aber ähnlich. Sofort waren drei Helfer da und hielten das Ding fest. Es wurde versucht es in die Ursprungsposition zurückzuschieben, aber so eine Waschmaschine ist doch recht unkontrollierbar 🙂 Dann wurde versucht sie mit Handtüchern und ähnlichem zumindest etwas im Lärmpegel zu reduzieren und nach gerade mal 10min war das Schauspiel auch schon wieder vorbei. Aber nur weil der Schleudergang fertig war. Was ein Spaß 🙂