En tyst minut är en lång minut – Inlandsbanan und Östersund

Die Inlandsbanan ist eine Bahnstrecke die von (z.Zt) Mora (Betonung auf der ersten Silbe) über Östersund (das ’s‘ wird wie ’sch‘ gesprochen) nach Gällivare (‚G‘ wie ‚J‘) führt. Ich konnte es mir natürlich nicht nehmen lassen auch damit zu fahren, auch wenn es kürzer war als ursprünglich geplant.

Nachdem ich Mora hinter mir gelassen hatte ging die Kaffeefahrt los. Das beschreibt die Bahnfahrt tatsächlich am Besten. Alle naselang wird angehalten um hier und da was zu zeigen, zu erzählen oder einfach nur einen Kaffee zu trinken. Die Bahn schafft es im Durchschnitt nicht schneller als 50 km/h zu fahren. Allerdings gibts auch ne Menge zu schauen. Ich bin mal faul und verweise auf andere (externe) Beiträge

Auf der Höhe von Jokkmokk durchbricht sie dann den Polarkreis (es kam niemand zu Schaden). Ausserdem bin ich jetzt Star in einer japanischen Fernsehshow. Kein Plan welche 🙂 Ich hab mich mit dem Fahrer unterhalten und er meinte sie wären so an die 15 Fahrer, die sich regelmässig austauschen. Mein Fahrer fährt von Mora nach Gällivare, mit Übernachtung in Östersund. Man muss dazu sagen, die Strecke sind ~1300km, und mit der Durchschnittsgeschwindigkeit dauert sowas halt. Somit wird diese Reise auf zwei Tage verteilt.

Ein tolles Bild das er mir gezeigt hat (leider hab ich vom Bild kein Bild gemacht), war die Inlandsbanan im Winter. In ca. 2m Neuschnee ist sie dann steckengeblieben. Es ist total unwirklich, dass die grüne Landschaft, die angenehmen 23°C Grad im Winter dann dann von -30°C heimgesucht werden und natürlich massig Schnee. Als deutscher Einwohner jenseits irgendwelcher Gebirge sind mir so Schneemassen einfach unbegreiflich.

Ich hab dann letztendlich nur die erste Hälfte (ca. 7 Stunden) mitgemacht und bin in Östersund ausgestiegen, weil die zweite Hälfte hätte nochmal 14h oder so gedauert, darauf hatte ich keine Lust. Ausserdem hat mich der Preis von knapp 1200 SEK (~140€) auch ein bißchen abgeschreckt. Somit hab ich mich lieber in den Bus gesetzt, aber dazu mehr im nächsten Beitrag.

Östersund an sich kann bestimmt überzeugen, wenn tatsächlich gutes Wetter ist. Leider waren an den 2,5 Tagen an denen ich da war, zwei total verregnet. Und ich bin im Urlaub und will nicht rosten 🙂

Alles ein bißchen schade, weil Östersund bzw. Fröson tatsächlich sehr schön sein soll. Und das Jamtli-Freilichtmuseum ist auch wunderschön. Hab ich gehört. Schade, schade, vielleicht beim nächsten Mal.